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ver.di begrüßt Überbrückungskredit für Condor

ver.di begrüßt Überbrückungskredit für Condor

Berlin, 23. September 2019 – ver.di begrüßt die Zusage der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung, einen Überbrückungskredit für die Airline Condor zur Verfügung zu stellen. „Mit diesem Überbrückungskredit kann das Unternehmen in den nächsten Monaten weiterarbeiten und seine Leistungen für die Kunden aufrechterhalten. Damit sind auch die Arbeitsplätze der Beschäftigten für die nächste Zeit gesichert“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Condor sei für sich gesehen ein profitables Unternehmen und es müsse alles unternommen werden, um die Airline zu erhalten und die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu sichern. Die finanzielle Situation des Mutterkonzerns dürfe sich nicht auf Condor auswirken, so die Gewerkschafterin. „Die Priorität muss jetzt auf der Sicherung der fast 5.000 Arbeitsplätze und der Weiterführung des profitablen Unternehmens liegen, im Sinne der Kunden, der engagierten Beschäftigten und der bewährten Marke Condor.“

Der 1841 gegründete britische Reiseveranstalter Thomas Cook und Mutter der Condor ist pleite. Von dem in der Nacht zum 23. September bekannt gewordenen Antrag auf Insolvenz sind rund 21.000 Mitarbeiter*innen in 16 Ländern betroffen. Von den 105 Flugzeugen im Thomas-Cook-Konzern fliegen 58 für den deutschen Ferienflieger Condor. Die Airline reagierte unmittelbar: „Condor-Flüge werden weiterhin durchgeführt, obwohl die Muttergesellschaft Thomas Cook Group plc Insolvenz eingereicht hat“, hieß es in einer Pressemitteilung.