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Verhandlungen BVD an den Berliner Flughäfen

Verhandlungen BVD an den Berliner Flughäfen

Am 24. Januar 2020 wurden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in Berlin und Brandenburg fortgesetzt. Der bereits dritte Verhandlungstermin brachte nicht den erhofften Durchbruch in den Verhandlungen.

Die Arbeitgeber haben heute ein erstes Angebot für Tariferhöhungen vorgelegt. Sie wollen die Tarifgehälter jeweils zum 1.1.2020 um 75 €, zum 1.1.2021 um weitere 75 € und zum 1.1.2022 noch einmal um 75 € erhöhen. Die Steigerungen sind aus unserer Sicht deutlich zu niedrig aber gravierender ist noch die Frage der Laufzeit des Tarifvertrages. Die Arbeitgeber haben eine Forderung nach einer Laufzeit von 36 Monaten. Die ver.di-Position lediglich einen Tarifvertrag für acht Monaten abzuschließen, sind so weit auseinander, dass eine Lösung in weiter Ferne liegt. Die Position der Arbeitgeber ist fragwürdig, weil alle beteiligten Arbeitgeber – WISAG, Aeroground, Swissport und AHS – mit ver.di auf Bundesebene über einen deutschlandweit geltenden Tarifvertrag verhandeln, der ab Herbst 2020 gelten soll. Wie soll da eine Forderung nach einer Laufzeit bis 31.12.2022 verstanden werden?

Wir wollen einen bundesweiten Tarifvertrag ab Herbst 2020, der die Arbeitsbedingungen in der Branche endlich aufwertet, nachdem die ganze Liberalisierung des Luftverkehrs dafür gesorgt hat, dass die Leistung der Kolleginnen und Kollegen immer weiter entwertet wurde. Deshalb ist die Laufzeit für uns ein ganz wesentlicher Punkt, die wir nicht überschreiten können.

Die Forderung wird noch umfangreicher: wir sollen auch alle aktuellen Regelungen des Manteltarifvertr ges festziehen. Das auch für drei Jahre. Das würde bedeuten: kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, keine einheitliche Regelung zur betrieblichen Altersvorsorge und vieles mehr, obwohl dieser bei uns gar nicht Verhandlungsgegenstand ist, sondern im bundesweiten Tarifvertrag.

Wir sind entschlossen, unsere Forderungen durchzusetzen. Wir haben deshalb den Arbeitgebern ganz deutlich gemacht: Wenn beim nächsten Verhandlungstermin am 14. Februar 2020 kein deutliches Entgegen- kommen zeigen, provozieren die Arbeitgeber wieder einen völlig unnötigen vermeidbaren Konflikt. Es ist beschämend, wie jeden Tag von den Kolleginnen und Kollegen voller Einsatz gefordert wird und die Leistungen werden nicht entsprechend honoriert. Die Arbeitgeber vertreiben mit dieser Politik zahlreiche Kolleginnen und Kollegen vom Flughafen, die sich Arbeitgeber suchen, die ihre Leistung und das Engagement anerkennen. Am Ende ist es ein Rätsel, wie man mit demotivierten und enttäuschten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Flughafen eröffnen will. Die Bodenverkehrsdienstleister gefährden mit diesem Vorgehen die Inbetriebnahme des BER. Wir sind nicht bereit, das einfach so hinzunehmen und sind bereit für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Deutliche Gehaltssteigerungen und ein deutschlandweiter Tarifvertrag sind dringend notwendig.

Auf dem Laufenden bleiben

Wir haben wieder eine Kommunikationsstruktur für die Tarifrunde entwickelt. Wir befüllen gerade unsere Verteiler mit euren Kontakten, um euch wieder nach jedem Verhandlungstermin Informationen zukommen zu lassen. Sollte es wieder zu Streiks kommen, werden wir euch auch wieder mit Kurznachrichten informieren, entweder über SMS oder WhatsApp. Wenn ihr auch in die Kommunikationsverteiler eintragen wollt, wendet euch dazu an eure ver.di Vertrauensleute und ver.di- Betriebsräte. Das gilt übrigens auch für Nichtmitglieder.

 
Die Tarifkommission unterstützen

Am besten unterstützt ihr uns am Verhandlungstisch, wenn ihr Mitglied bei ver.di werdet. So haben wir in den Verhandlungen Rückendeckung und wissen die Belegschaft hinter uns. Unsere Verhandlungsstärke entsteht aus der Mächtigkeit unserer Mitglieder.


Streikgeld – nur für Mitglieder

Sollte es zu einem Streik kommen, zahlt der Arbeitge- ber kein Gehalt. Ver.di-Mitglieder bekommen dann von ver.di Streikunterstützung. Deshalb ver.di-Mitglied werden und das Streikgeld sichern.

Mitgliedwerden.verdi.de

Eure Tarifkommission