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2. Verhandlungsrunde bei WISAG in Frankfurt

2. Verhandlungsrunde bei WISAG in Frankfurt

 Zum zweiten Mal hat am 29.01.2020 die ver.di Tarifkommission mit der Geschäftsleitung der WISAG Station Frankfurt über unsere Tarifverträge verhandelt. Hier die wichtigsten Ergebnisse für euch:


Was will die WISAG?

Die WISAG will Verschlechterungen im Manteltarifvertrag. Beispiele sind:

  • Kürzung der Urlaubstage
  • Verschlechterung der Feiertagszuschläge
  • Erhöhung der Befristung auf 36 Monate
  • Öffnungsklausel von verpflichtenden Splitdiensten und Rufbereitschaft

Die WISAG möchte in Zukunft das Urlaubsgeld auf das monatliche Gehalt umrechnen. 

Die WISAG will den Manteltarifvertrag so anpassen, dass die Mitbestimmung des Betriebsrats und somit der Beschäftigten beschnitten wird. Beispiele: Öffnungsklausel für ein Arbeitszeitkonto, Dienste auf freiwilliger Basis, Flexibilitätsbonus. Unsere Sicht darauf: die Lage der Dienste kann nicht auf freiwilliger Basis entstehen! Siehe hierzu den Bedarfsdienstplan Ops, dies wurde auf freiwilliger Ba- sis aufgebaut und wurde mit der Zeit gesetzt! Der Druck auf Befristete wird somit aus unserer Sicht indirekt erhöht, diese Dienste anzunehmen! 

Die WISAG will den Einsatz der Stammbeschäftigten als Leiharbeitnehmer im Tarif verankern. Die ver.di-Tarifkommission möchte dies nicht! Wir sagen: der Einsatz bei z.B. NICE soll wie immer auf betrieblicher Ebene geregelt werden! Wir möchten nicht Tür und Tor für die WISAG öffnen, uns Beschäftigte jederzeit überall einsetzen zu können! 

In der Masse sind im Entwurf des Mantels der WISAG versteckte soziale Nachteile, die in der Summe, die von der uns als ver.di-Tarifkommission geforderten Entgelterhöhung von 245€ und somit Forderungen für die Beschäftigten indirekt finanzieren sollen!

Der AG will die Zusammenlegung der Tätigkeiten in einzelne Entgeltstufen; dies bedeutet, dass zukünftig drei Stufen in eine Stufe zusammengefasst werden. Diese neue Struktur der Entgeltgruppen bedeutet für die Neueinstellungen eine Verbesserung, jedoch stellt die Struktur für die jetzigen Kolleginnen und Kollegen keine spürbare Verbesserung dar! Außerdem sollen die Stufenlaufzeiten verlängert werden!

WISAG will, dass wir bis 2026 nicht mehr streiken dürfen für Verbesserungen! WISAG sagt: Die Laufzeit des Tarifvertrages soll bis September 2026 gehen!

Was fordert die ver.di-Tarifkommission?

  • Das Urlaubsgeld soll als Sonderzahlung beibehalten werden
  • Wir wollen die komplette Beibehaltung unserer Mantelregelungen
  • Wir fordern 245 Euro als Festbetrag monatlich auf unser Grundgehalt 
  • Passagekräfte, die mehr als zwei Systeme beherrschen, sollen finanziell bessergestellt werden
  • Eine neue Vergütungsstruktur soll nur dann umgesetzt werden, wenn sie für alle Beschäftig- ten vorteilhaft ist
  • Es gibt eine bundesweite Vorgabe von ver.di im Bodenverkehrsdienst an allen Flughäfen nicht länger als 31.08.2020 Tarifverträge abzuschließen. Grund dafür ist, dass wir an allen Flughäfen gemeinsam handlungsfähig sein wollen, um überall bessere Löhne erreichen zu können. Der Arbeitgeber will das auf keinen Fall! Er will uns spalten, indem er bis 2026 abschließen will! Wir bleiben dabei: 
  • Wir wollen eine Laufzeit vom 01.01.2020 bis 31.08.2020, um dann gemeinsam bundesweit mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Bodenverkehrsdienste aktiv werden zu können für Verbesserungen, wenn wir bis dahin noch keinen Branchentarifvertrag haben.

Wie geht’s weiter?

Am 12. und 13. März geht’s in die nächste Verhandlungsrunde!

Wenn wir bei WISAG Verbesserungen durchsetzen wollen, müssen wir zusammenhalten.

Jetzt seid ihr, die Kolleginnen und Kollegen gefragt, die Forderung von uns, Eurer ver.di-Tarifkommission, zu unterstützen!

Wir fordern alle Beschäftigten der WGS und WPaS auf, in die Gewerkschaft einzutreten, damit die WISAG uns und unsere Forderungen ernst nimmt.

Solidarität erfordert den Beitrag aller, die davon profitieren wollen! Das geht nur als starke Gemeinschaft. In ver.di. Los geht’s!

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