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SAG am Flughafen Stuttgart: Arbeitgeber bessert sein Angebot …

SAG am Flughafen Stuttgart: Arbeitgeber bessert sein Angebot nach

Am Mittwoch, 8. Januar, fand die dritte Verhandlungsrunde statt.

Auf Seiten des Arbeitgebers: Oliver Wenzel sowie für die Eigentümer Denis Huber (FSG) und Thomas Richter (Losch)

Auf unserer Seite: Die Verhandlungskommission von ver.di und Komba.

Was ist bisher passiert:
Wir haben Euch im Sommer befragt, was sich im Tarifvertrag verbessern muß und fordern vom Arbeitgeber: Mehr Geld, weniger Streß, gerechtere Bezahlung.

Wir haben auch Vorschläge zur Verbesserung des Entgeltsystems vorgelegt. In der zweiten Verhandlungsrunde gabs vom Arbeitgeber ein erstes eigenes Angebot:

Lohnerhöhungen (je nach Entgeltgruppe und -stufe mindestens 3,6 %),
Erhöhung der LPS-Werte um 1,5 %, Überstundenzuschlag ab der 186. Stunde.

Das ist wichtig:
Ver.di verhandelt auf Bundesebene einen Branchentarifvertrag für den Bodenverkehrsdienst.
Mit am Tisch: Alle großen Flughäfen und alle wichtigen privaten BVD-Unter nehmen, auch SAG und Losch. Ziel: Im Sommer 2020 die Arbeitsbedingungen bundesweit, auch bei uns, zu verbessern und zu vereinheitlichen.
Deshalb dürfen bundesweit alle BVD-Tarifverträge nur bis Ende August laufen.

Das hat der Arbeitgeber angeboten:
Schon vor der dritten Verhandlung hat der Arbeitgeber zusätzlich folgende Maßnahmen angeboten:

  • Für alle Mitarbeiter im Schichtdienst ein Urlaubstag zusätzlich pro Jahr
  • Gespräche über Erhöhung der Feiertagszuschläge und der Sonderzahlung
  • BVD: weniger Bedingungen für Ansprüche aus dem Bonussystem
  • Gepäckverteiler: Einlernen von zwei auf drei Wochen ausdehnen (in dieser Zeit werden die neuen Kollegen nicht in die Ausschüttungen einbezogen), dafür soll die Maximalbesetzung erhöht werden
  • Wer 10 Jahre oder länger bei der SAG ist, erhält einen Tag mehr Urlaub

Das sagt die Tarifkommission
Die heißesten Themen liegen jetzt auf dem Tisch. Daraus läßt sich ein gutes Paket schnüren. Aber noch ist unklar, wie sich die Entgelttabelle entwicklen soll. Unsere Vorstellungen dazu liegen vor. Verhandlungsfähig.

Das wichtigste für uns: Wir brauchen Bewegung in allen Entgeltgruppen, aber besonders in den unteren. Und im BVD
soll das Geld, das bisher ins Bonussystem fließt, in den regulären Lohn einfließen.

Gibt es noch Knackpunkte?
Einen wichtigen. Der Betriebsrat hat die Betriebsvereinbarung zur Flexibilisierung (BV flex) gekündigt. Der Arbeitgeber will sie mit dem Tarifvertrag wieder in Kraft setzen. Die Tarifkommission hat einiges darin gefunden, das unbedingt geändert werden muß. Hier muß der Arbeitgeber sich noch sehr bewegen.

Die nächsten Verhandlungen finden am 27. und 28. Januar statt.

Weiter gilt: Unsere Forderungen sind gerechtfertigt:
Wieviel wir aber am Ende durchsetzen, hängt von uns allen ab: Je
stärker wir sind, desto besser wird das Ergebnis.

 

Helft uns, indem Ihr Eure Meinung sagt und sprecht mit den Kolleg*innen, die noch nicht im Boot sind.
Wie immer gilt: Nur gemeinsam sind wir stark! 

Eure ver.di-Tarifkommission