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Berlin: 2. Oktober - Protestaktionen von Flughafenbeschäftigten an Flughäfen

ver.di-Presseinformation

Damit Fliegen sicher bleibt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft im Rahmen eines internationalen Aktionstages für existenzsichernde und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen an den Flughäfen zu einem bundesweiten Aktionstag am Dienstag, dem 2. Oktober 2018 auf. Der Aktionstag wird weltweit gemeinsam mit dem Dachverband International Transport Workers' Federation (ITF) durchgeführt. Bundesweit beteiligen sich Bodendienstbeschäftigte der Flughäfen Berlin, Hannover, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart.

Die Berliner Aktion der ver.di-Vertrauensleute findet am Dienstag, dem 2. Oktober 2018 in der Zeit von 11.55 Uhr bis 12.30 Uhr am Flughafen Tegel, links neben dem Haupthalle, Terminal A (vor der ESS-Bahn) statt.

ver.di fordert die Luftverkehrsbranche dazu auf, deutlich mehr Personal zu beschäftigen, bessere Qualifikationen zu ermöglichen und gute Löhne für die Bodendienstbeschäftigten zu zahlen. Hier sind sowohl die Anbieter der Dienstleistungen als auch die Luftfahrtgesellschaften in der Pflicht.

Durch die von der Europäischen Union forcierte Marktöffnung würden die Anbieter von Bodenverkehrsdiensten um Abfertigungsverträge mit den Fluggesellschaften konkurrieren. Dadurch sei ein zunehmend erbarmungsloser Absenkungswettbewerb um die niedrigsten Lohnkosten und den knappsten Personaleinsatz in Gang gesetzt worden. Immer weniger Personal, das immer unzureichender ausgebildet sei, müsse immer mehr sicherheitsrelevante Aufgaben übernehmen. Beschäftigte in ausgegliederten Tochterunternehmen der Flughäfen oder bei privaten Anbietern hätten zudem bis zu 30 Prozent weniger Einkommen als andere Bodendienstbeschäftigte.

"Um die Branche zu stabilisieren, brauchen wir einen bundesweit einheitlichen Branchentarifvertrag, mit dem zugleich eine hohe Qualität der Dienstleistungen, existenzsichernde Gehälter, gemeinsame Qualifikationsstandards und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen sichergestellt werden", so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Nur so könnte die Branche dem Preisdruck der Fluggesellschaften entzogen werden und Sicherheitsstandards für Passagiere und Beschäftigte eingehalten werden. Geschehe dieses nicht, befürchtet ver.di Verwerfungen bei der Flugsicherheit und Probleme bei der Gesundheit der Beschäftigten. Auch vor dem Hintergrund des starken Anstiegs von Passagierzahlen seien Maßnahmen dringend erforderlich.