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Erste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und Ryanair

Erste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und Ryanair

ver.di-Pressemitteilung

16.08.2018 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat gestern (15. August 2018) in Dublin sowohl mit der Fluggesellschaft Ryanair als auch mit den Leiharbeitsfirmen Crewlink und Workforce Tarifverhandlungen für die rund 1.000 Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland aufgenommen.

Die erste Verhandlungsrunde sei ein offener Austausch gewesen, in dem sich Ryanair in wenigen Punkten bewegt habe, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Mira Neumaier. Ryanair habe das Angebot gemacht, nationale Verträge abschließen zu wollen, allerdings erst zum Jahr 2022.

Die Fluggesellschaft werde sich zu weiteren Themen aus der Verhandlungsrunde mit ver.di bis zum Ende der nächsten Woche schriftlich äußern.

„Wenn diese Stellungnahme vorliegt, werden wir das Gesamtpaket bewerten“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Im Anschluss daran werde der Fortgang der Gespräche besprochen werden.

Zu den zentralen Forderungen von ver.di für die Kabinenbeschäftigten gehört eine substantielle Entgeltsteigerung, die das Einkommen für alle Beschäftigten existenzsicher und planbar macht. Dazu gehören unter anderem die Einführung eines Basisgehaltes für alle Flugbegleiter, die Erhöhung dieses Gehaltes und die Einführung einer Mindeststundengarantie. Des Weiteren fordert ver.di die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber bei saisonalen Freistellungen und die Einrichtung einer betrieblichen Interessenvertretung.