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Tarifverhandlungen bei des SAG, dem Bodenverkehrsdienstleister …

Tarifverhandlungen bei des SAG, dem Bodenverkehrsdienstleister des Flughafen Stuttgarts

Am Mittwoch, 23.10., fand die erste Verhandlung dieser Tarifrunde statt.
Auf Seiten des Arbeitgebers: Oliver Wenzel sowie für die Eigentümer Denis Huber (FSG) und Thomas Richter (Losch)

Auf unserer Seite: Die Verhandlungskommission von ver.di und Komba.

Was ist bisher passiert:
Der Tarifvertrag wurde zuletzt 2016 verhandelt. Die ver.di-Tarifkommission hat Euch im Sommer im Betrieb befragt, welche Verbesserungen Ihr wollt und hat dann den Tarifvertrag gekündigt. Aus Euren Anregungen haben wir ein Forderungspaket geschnürt und haben es mit der Komba abgestimmt.

Diese gemeinsamen Forderungen haben wir nun dem Arbeitgeber vorgestellt:

  • Mehr Geld: Erhöhung des Stundenlohnes um 2,50 € in allen Entgeltgruppen. Erhöhung des GLL um 2,5 %. Einführung eines Überstundenzuschlages für jede ausbezahlte Überstunde. Erhöhung der Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit. Weihnachtsgeld und Sonderzuwendung sollen über mehrere Jahre bis zu einem vollen Monatslohn anwachsen, ohne Verknüpfung mit Anwesenheitstagen.

  • Weniger Streß: Wir arbeiten unter hoher Belastung. Dafür brauchen wir einen Ausgleich. Durch bessere Verteilung der Schichten, kürzere Dienste, zusätzliche freie Tage. Wir wollen weniger Befristung und Leiharbeit. Und ein Arbeitszeitkonto, aus dem wir auch selbst mal frei nehmen können, wann wir wollen.

  • Gerechtere Bezahlung: Wir wollen die Entgelttabelle überarbeiten, damit mehr Verantwortung besser bezahlt wird. Zulagen sollen automatisch bei jeder Lohnerhöhung mitwachsen. Wer länger bei der SAG ist, soll auch mehr ver- dienen. Und das BVD-Bonussystem soll in den Stundenlohn überführt werden.

Der Arbeitgeber hat jede Forderung einzeln und alle Forderungen insgesamt als unangemessen zurückgewiesen.
Eigene Ideen, wie der Tarifvertrag verbessert werden kann, legte er nicht vor. Am 26.11. ist der nächste Verhandlungstermin. Wir sind gespannt.

Was wir fordern, ist nicht wenig. Aber: Jede einzelne Forderung ist gerechtfertigt.

Dennoch: Wieviel wir am Ende durchsetzen, hängt von uns allen ab:
Je stärker wir sind, desto besser wird das Ergebnis.

Übrigens:

Wir sind nicht die einzigen, die in diesem Herbst am STR ihren Tarifvertrag verhandeln. Bei Losch und der S.Ground wurden die Entgelttarifverträge zum Jahreswechsel gekündigt. Damit sind drei Unternehmen, die unverzichtbar sind für den Flugverkehr in Stuttgart gleichzeitig kampffähig. Es sind zugleich drei Unternehmen, die ihre Beschäftigten schlechter bezahlen als der Flughafen.

Wir haben im Juli gemeinsam mit den Tarifkommissionen von Losch und S.Ground verinbart, uns in dieser Tarifrunde genau abzustimmen. SAG, Losch und S.Ground gemeinsam können mehr erreichen als jeder für sich.

Wir wollen gemeinsam noch stärker werden als beim letzten Mal. Helft uns, indem Ihr Eure Meinung sagt und sprecht mit den Kolleg*innen, die noch nicht im Boot sind. Wie immer gilt: Nur gemeinsam sind wir stark!

Eure ver.di-Tarifkommission