Nachrichten

ETF lädt Stakeholder zum Dialog: Nachhaltiger und fairer Luftverkehr …

Luftverkehr

ETF lädt Stakeholder zum Dialog: Nachhaltiger und fairer Luftverkehr ist nur mit uns möglich

Logo der etf etf etf logo klein

Zum Auftakt der Sustainable Transport Days brachte die ETF Ende März wichtige Akteure des EU-Transport- und Verkehrssektor und darüber hinaus zusammen, um über die Zukunft dieser Branchen zu diskutieren. Ihre Beiträge bestätigten die grundlegende Wahrheit über den heutigen Verkehrssektor: Fairer Transport und Verkehr ist keine Realität, sondern ein Ziel, das nur durch kollektives Handeln erreicht werden kann.

Die Redner beschrieben die heutigen europäischen Transportsektoren, in denen das blinde Streben nach Wettbewerb zu Liberalisierung, Deregulierung und Sozialdumping geführt hat. Die anhaltende globale Pandemie hat die oft prekären und harten Arbeitsbedingungen weiter aufgedeckt. Sie hat uns die Realitäten von Seeleuten, die auf der ganzen Welt gestrandet sind, von Lieferarbeitern, die Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, und die Fragilität der Luftfahrtindustrie vor Augen geführt und die dringende Notwendigkeit von Veränderungen aufgezeigt.

"Wir haben genug von denen, die uns eine Lektion darüber erteilen wollen, wie Transport funktioniert! Wir haben genug von Entscheidungen, die die Arbeiter ignorieren", sagte Livia Spera von ETF. "Niemand weiß besser als unsere Mitglieder, dass die Verkehrspolitik nicht für die Arbeitnehmer funktioniert hat, und die Zukunft sieht nicht besser aus."

Die Gespräche hörten jedoch nicht bei der Beschreibung unserer aktuellen, eher düsteren Gegenwart auf. Die Redner konzentrierten sich auf die Möglichkeiten zur Bewältigung unserer aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, die von Tarifverhandlungen, politischen Instrumenten, alltäglichen Gewerkschaftsaktionen bis hin zum Hinterfragen vorherrschender Praktiken reichten.

Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung: Eine wirklich nachhaltige Zukunft und ein fairer Transport können niemals erreicht werden, wenn die Transportarbeiter aus der Politik und den Strategien ausgeschlossen werden.

Transportarbeiter sind diejenigen, die den Transportsektor in Bewegung halten, wie es Matej Zakonjšek, Direktor für Transport der Europäischen Kommission, einfach ausdrückte. Livia Spera, Diana Holland, stellvertretende Generalsekretärin von Unite the Union, und Oleg Grygoriuk, erster stellvertretender Vorsitzender der MTWTU, betonten alle die Tatsache, dass der soziale Dialog und Tarifverhandlungen wichtige Instrumente sind, um dies zu erreichen. Und jetzt ist es an der Zeit, dass die Gewerkschaften dies lautstark zum Ausdruck bringen. Wie Steve Cotton, ITF-Generalsekretär, betonte: "Dies ist unsere Gelegenheit, unsere laute Stimme wieder zu erheben." Wir haben noch einen langen Weg vor uns, denn Jahrzehnte der Förderung des Wettbewerbs über alles haben die Tarifverhandlungssysteme unterentwickelt zurückgelassen.

Pedro Nuno Santos, portugiesischer Minister für Infrastruktur und Wohnungsbau, betonte die Notwendigkeit, sich von der Besessenheit mit Wettbewerb, Deregulierung und Liberalisierung abzuwenden, die die Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte beeinflusst hat. Wir sollten stattdessen starke, gemeinsame und vor allem verbindliche Standards entwickeln, schlug die Europaabgeordnete Karima Delli vor, um Sozialdumping zu verhindern. Gerade der derzeitige Mangel an verbindlichen Regeln in der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität der Kommission stellt die Umsetzung in Frage. Sozial- und Umweltstandards sind der Schlüssel zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer und der Gesellschaft, und sie verbindlich zu machen, würde das Engagement der Entscheidungsträger für Veränderungen bestätigen. Hierzu betonte Adina-Ioana Vălean, EU-Kommissarin für Verkehr, die Wichtigkeit solcher Gespräche und stimmte zu, dass dies Themen sind, die angesprochen werden müssen.

Die Gestaltung einer Zukunft, in der der Verkehr fair ist, ist eine große Herausforderung, waren sich die Redner einig. Und es ist eine, die eine starke politische Bereitschaft von allen Seiten erfordert, um sie zu bewältigen.

Die Arbeitnehmer können in diesem Prozess eine große Rolle spielen, da sie die Realität der Branche kennen und in der besten Position sind, um Empfehlungen zur Verbesserung des Sektors zu geben. Letztendlich können Kooperation und Solidarität uns helfen, die Probleme anzugehen und eine Politik zu entwickeln, die eine soziale Dimension beinhaltet.

Diese Prinzipien bildeten die Grundlage für die Diskussionen der Verkehrsgewerkschaften bei den Sustainable Transport Days, um fairen Verkehr vom Ziel zur Realität zu machen.