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Eurowings: Kabine im Streik – Was muss ich beachten

Eurowings: Kabine im Streik – Was muss ich beachten

Ein grundlegender Pfeiler unseres Rechts, uns als Flugbegleiter*innen für bessere Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze einzusetzen, ist das Recht zum Streik. Dazu kommt es, wenn wir in Tarifverhandlungen nicht weiterkommen oder wenn Verhandlungen ganz verweigert werden. Doch damit sind viele Fragen verbunden: Wer darf streiken? Worauf muss ich achten? Wir wollen hier auf die Fragen eingehen, die die Kabine im speziellen betreffen. Grundlegende Informationen findet ihr in der ver.di-Broschüre  „Deine Rechte im Streik“.

 

Wer darf streiken?
Voraussetzung für einen Streik ist, dass die Gewerkschaft dazu aufruft. Dann dürfen sich alle Beschäftigten, die aufgerufen sind, an dem Streik beteiligen. Entscheidend ist, was im Streikaufruf der Gewerkschaft steht, dieser kann als Flugblatt am Flughafen und elektronisch verteilt werden. Es sind auch alle Kolleg*innen eingeladen, den Streik zu unterstützen, die an dem Tag keinen Dienst haben und denen es möglich ist, am Flughafen vorbeizukommen.

 

Dürfen auch Nicht-ver.di-Mitglieder streiken?
Antwort: JA! Alle Beschäftigten, die unter den Aufruf fallen, dürfen streiken. Und sie haben zudem die Möglichkeit, sich am Tag des Streiks für die Mitgliedschaft in der ver.di zu entscheiden.

Wir denken: Es ist ein Gebot der Kollegialität, dass alle streiken, die aufgerufen sind, denn die die dennoch den Dienst aufnehmen, fallen den Streikenden in den Rücken und schwächen die Durchsetzungsmacht. Das Ergebnis von Tarifverhandlungen hängt wesentlich davon ab, wie geschlossen wir als Kabine auftreten.

 

Was tun bei Standby?
Wenn es dir möglich ist, komme zum Flughafen, um die Streikenden zu unterstützen. Wenn du im Standby einen Anruf erhältst, hast du folgende Möglichkeiten:

  • Während der Zeit des Streiks (bitte achtet auf die Uhrzeiten, die auf dem Streikaufruf angegeben sind) brauchst du den Anruf nicht annehmen.
  • Wenn du möchtest, kannst du ans Telefon gehen und mitteilen, dass du streikst.
  • Du kannst aber auch den Anruf normal entgegennehmen und zum Flughafen fahren und dich dort am Streik beteiligen.

 

Wie reagiert der Arbeitgeber?
Der Arbeitgeber möchte in der Regel Streik verhindern und dagegen arbeiten, z.B. durch Gerüchte und falsche Informationen. Mögliche Gerüchte: „Der Streik ist illegal und hat keine rechtliche Grundlage“,

„Die Gewerkschaft stellt zu hohe Forderungen“, „Streik gefährdet die Arbeitsplätze“. All diese Aussagen haben lediglich das Ziel, zu verunsichern. Ihr müsst euch auf diese Diskussionen nicht einlassen, wendet euch im Zweifel an ver.di und eure Tarifkommission, um Fragen klären zu können.

Am Streiktag zeigen wir geschlossen unsere Stärke und Bereitschaft für die Tarifforderungen einzustehen.

 

Jetzt Mitglied werden: www.darum.verdi.de