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Mehr Geld für Berliner Flughafenbeschäftigte im Bodenverkehrsdienst

Mehr Geld für Berliner Flughafenbeschäftigte im Bodenverkehrsdienst

ver.di-Pressemitteilung

03.03.2020 - „Dieser Tarifabschluss ist ein gewaltiger Schritt, um die Bezahlung der harten Arbeit auf den Flughäfen auf ein angemessenes Niveau zu heben“, kommentierte Enrico Rümker, ver.di-Verhandlungsführer, das Tarifergebnis, das für die 2000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste nach mehreren Verhandlungsrunden jetzt erzielt wurde. Am Standort Berlin mit den Flughäfen Tegel und Schönefeld sind auf der Arbeitgeberseite die drei großen Firmen WISAG, Aeroground und Swissport vertreten. Zu den Tätigkeiten gehören u.a. Be- und Entladen der Flugzeuge sowie Check-in bei wachsender Arbeitsverdichtung und steigenden Belastungen.

Der wichtigste Punkt ist die Steigerung der Entgelte. Die Tarifgehälter werden um 400 Euro monatlich für jeden angehoben. Die erste Erhöhung erfolgt zum 1. März 2020 um 150 Euro monatlich, die nächste zum 1. Januar 2021 um weitere 150 Euro, die dritte um 100 Euro zum 1. Januar 2022. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten, aber bereits in 22 Monaten hat jede/jeder Beschäftigte die komplette Erhöhung. Sollte es während der Laufzeit des Tarifvertrags zu einem bundesweiten Vergütungstarifvertrag kommen, gibt es für den regionalen Tarifvertrag ein Sonderkündigungsrecht. Damit könnten auch die Beschäftigten aus Berlin/Brandenburg unter die bundesweiten Regelungen fallen. Zudem kündigte ver.di am 24. Februar 2020 den Manteltarifvertrag zum 31. August 2020. Somit ergebe sich die Chance, Arbeitszeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Betriebliche Altersvorsorge neu zu regeln, so der Gewerkschafter. Die heiße Phase der avisierten Eröffnung des Flughafens BER werde nicht durch Arbeitskämpfe bei den Flughafenbeschäftigten im Bodenverkehrsdienst gestört.