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LSG-Beschäftigte verabschieden Resolution an den Lufthansa-Vorstand

LSG-Beschäftigte verabschieden Resolution an den Lufthansa-Vorstand

ver.di-Pressemitteilung

06.09.2019 Bei einem Internationalen LSG-Gipfel in Frankfurt/Main, an dem Beschäftigte der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) und Gewerkschaftsvertreter/innen aus den USA, aus Großbritannien und Deutschland gestern (5. September 2019) teilnahmen, wurde eine Resolution an den Lufthansa-Vorstand verabschiedet.

Gemeinsam vertreten die in Frankfurt zusammengekommenen Gewerkschafter/innen rund 20.000 der weltweit 35.000 LSG-Beschäftigten. Bei diesem Treffen, zu dem die internationalen Transportarbeiterförderationen, die European Transport Workers´ Federation (ETF) und die International Transport Workers´ Federation (ITF), eingeladen hatten, kam es zum Austausch über die Folgen des geplanten Verkaufs des Caterers sowie die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist aktives Mitglied in beiden Organisationen.

Im Rahmen des LSG-Gipfels richteten sich die gewerkschaftlichen Vertreter/innen mit einer Resolution an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Carsten Spohr und fordern, dass die Lufthansa den Verkauf der LSG unterlassen solle und Haupteigentümerin bleiben müsse. Des Weiteren müsse die Lufthansa Verantwortung für existenzsichernde Löhne und Arbeitsplatzsicherung übernehmen und einen Zugang zu bezahlbarer Krankenversicherung schaffen. Dabei kritisieren sie unter anderem, dass etwa in den USA die Löhne so niedrig seien, dass viele Vollzeitbeschäftigte der LSG ihre Miete nicht mehr aufbringen könnten. Auch könne sich die Hälfte aller LSG-Beschäftigten in den USA keine Krankenversicherung leisten.

Im Anschluss an den Gipfel fand eine Demonstration am Flughafen Frankfurt gegen den Verkauf der LSG statt. Gemeinsam mit ihren ausländischen Kolleg/innen zogen rund 400 LSG-Beschäftigte vom Terminal zur Unternehmenszentrale der Lufthansa, um dort ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

„Wer global Profite erwirtschaftet, trägt auch globale Verantwortung. Wir erwarten daher vom Lufthansavorstand zeitnahe, konkrete Lösungen für alle akuten sozialen Herausforderungen bei der LSG weltweit“, betont ver.di Verhandlungsführerin Katharina Wesenick.

Die ver.di-Verhandlungen mit Lufthansa über eine „Best owner Vereinbarung“ über die Absicherung der rund 7.000 Beschäftigten der LSG werden am kommenden Donnerstag, dem 12. September, in Frankfurt fortgesetzt.

Anhang: Resolution des LSG-Beschäftigtengipfels, Frankfurt/Main, 5. September 2019 in englischer und deutscher Sprache