Berlin

Airlink-Pleite – Sorge um Arbeitsplätze

Airlink-Pleite – Sorge um Arbeitsplätze

01.06.2018 - Die Firma Airlink GmbH mit ca. 140 Beschäftigten ist ein Abfertigungsunternehmen auf dem Flughafen Tegel. Seit Mittwoch ist Airlink insolvent, der Abfertigungsbetrieb soll zunächst weiter fortgesetzt werden. „Wir sind dennoch sehr besorgt um den Fortbestand der Arbeitsplätze“, sagt Enrico Rümker, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

Airlink fertigt in Tegel Fluggäste ab. Die Firma fungierte als Subunternehmer und hatte ausschließlich Aufträge von der Firma Wisag, die der größte Flugzeugabfertiger in Berlin ist. An die Wisag wurden auch immer wieder Beschäftigte ausgeliehen.

Das eigenständige Unternehmen Airlink gehört Mark Losch, der mit seiner Firmengruppe u.a. auf den Flughäfen Stuttgart und München aktiv ist. Die finanzielle Notlage von Airlink ist vermutlich auch auf die niedrigen Abfertigungspreise in Berlin zurückzuführen. „Die Fluggesellschaften, die teilweise ihre Tickets zu Dumpingpreisen verschleudern, geben natürlich den finanziellen Druck an die Dienstleister weiter“, so Enrico Rümker. Am Ende müssen diejenigen um ihren Job fürchten, die ohnehin zu den Geringverdienern in der Branche gehören. ver.di wird die weitere Entwicklung beobachten und kritisch begleiten.