Tarifrunde Lufthansa 2015

ver.di fordert Ergebnis in Lufthansa-Tarifverhandlungen

ver.di fordert Ergebnis in Lufthansa-Tarifverhandlungen

26.11.2015 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Lufthansa auf, in der am Freitag und Samstag (27. und 28. November 2015) in Seeheim bei Frankfurt stattfindenden Tarifrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, das ein Ergebnis erzielen kann.

„Wir haben lange genug verhandelt, die Positionen sind ausgetauscht, jetzt muss es endlich zu einem Ergebnis kommen“, betont ver.-di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Christine Behle.

ver.di verhandelt seit März 2015 für rund 33.000 Lufthansa-Beschäftigte der Bodendienste sowie bei Lufthansa-Systems, der Lufthansa-Service GmbH (LSG), der Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo und für die ver.di-Mitglieder in der Kabine.

Bislang haben die Arbeitgeber lediglich ein Angebot über eine Einmalzahlung in Höhe von 1.200 Euro, für Auszubildende von 300 Euro vorgelegt. Prozentuale Erhöhungen wurden erst ab Januar 2016 in Aussicht gestellt. „Das ist viel zu wenig“, erklärt Behle. „Die Beschäftigten erwarten eine angemessene Erhöhung ihrer Gehälter und das ist angesichts der guten Ergebnisse der Lufthansa durchaus möglich und gerechtfertigt.“

Das gleiche betreffe die Forderung nach einer unbefristeten Übernahme der Auszubildenden. Aufgrund des demografischen Wandels sei es dringend notwendig, gute Übernahmeregelungen für Auszubildende zu schaffen.

In Fragen der betrieblichen Altersversorgung wolle ver.di das bisherige Niveau für Alt- und Neu-Beschäftigte absichern. Vor dem Hintergrund sinkender gesetzlicher Renten habe die betriebliche Altersversorgung an Stellenwert gewonnen, betont die Gewerkschafterin. „Eine Verlagerung des Zinsrisikos auf die Beschäftigten lehnen wir ab.“ ver.di sei zu einem Systemwechsel bereit, der jedoch ein garantiertes Rentenniveau absichern müsse. So habe ver.di vorgeschlagen, dass Lufthansa für jeden Beschäftigten 6,2 Prozent der Bruttovergütung einzahle und dies mit einem Garantiezins von 3,5 Prozent versehe. Dies habe neben realen Einsparungen auch positive Effekte auf die Bilanz, führe aber nicht zu einem Absinken der Betriebsrenten.


Die Verhandlungen werden am 27. und am 28. November ab 13 Uhr  im Lufthansa Training & Conference Center Seeheim fortgesetzt.