Airberlin

Airberlin Tarifkommission Kabine: Info September 2016

Airberlin Tarifkommission Kabine: Info September 2016

QUO VADIS airberlin?

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, wieder einmal WARTEN ..

… wir warten auf die Neuausrichtung unserer Firma.

… wir warten gespannt auf das, was am Ende von airberlin übrig bleibt. Es gibt Gerüchte, Gerüchte und noch mehr Gerüchte.

Eines scheint sicher: Die wirtschaftlichen Kennzahlen der airberlin lassen nichts anderes zu als radikale Schritte zu einer neuen airberlin.

Bereits Anfang August hatte die Geschäftsführung die ver.di Tarifkommission airberlin Kabine nach Berlin eingeladen. Uns sollte im Rahmen einer Informationsveranstaltung „die neue airberlin“ vorgestellt werden, um dann unmittelbar im Anschluss in Tarifverhandlungen (???) einzutreten. Diese Termine wurden kurzfristig abgesagt und nun starren alle auf Ende September, denn hier zeichnet sich dann Ernest ein solcher Day ab.

Die Geschäftsführung der airberlin - oder auch diejenigen, die offensichtlich die Geschicke der neuen airberlin maßgeblich bestimmen - scheinen sich nicht wirklich im Klaren zu sein, was diese Taktiererei und Hinhaltetaktik in der Belegschaft auslöst. Wie fühlt man sich als Mitarbeiter/Mitarbeiterin, eines in der Presse, als Insolvenzfall gehandelten Unternehmens?

Wir kommentieren an dieser Stelle keines der Gerüchte und üben uns vorerst weiter in Geduld.

Geduld hat nichts mit warten zu tun. Man kann auch geduldig handeln   …
(Georg Wilhelm Exler)

Und genau dies machen wir als Eure Tarifkommission! Es ist offensichtlich, dass die Arbeitgeberseite bis zu einer klaren Ausrichtung der Firma am liebsten überhaupt nichts mehr regeln will. Nicht mit uns! Die täglichen Probleme und Fragen in diesem Unternehmen erfordern weiterhin klare Antworten und Lösungen.  Wir werden daher den Arbeitgeber nicht aus seiner Verantwortung zum Tagesgeschäft entlassen, nur weil sein Blick nur Richtung „Ende September“ starrt.

 

Die Leiharbeit in der airberlin Kabine hat ein Ende …

Im Rahmen der Tarifverhandlungen Beschäftigungssicherung haben wir der Arbeitgeberseite einen Forderungskatalog vorgelegt, welcher u.a. auch die Beendigung der Leiharbeit in der airberlin Kabine beinhaltete. Im Zuge dieser Verhandlungsrunden hat die Geschäftsführung unserer Forderung nachgegeben und sich verpflichtet schon im Vorfeld Teile dieser Forderungen umzusetzen, ohne dass ein Tarifvertrag bereits unterschrieben ist. Bereits zum 31.08.2016 wurde die erste Ausschreibung geschaltet, in der sich  GVO Kollegen/innen auf ein befristetes Arbeitsverhältnis bei airberlin bewerben können. Ziel wird sein, alle GVO Kollegen/innen - je nach Eignung - in solche befristeten Arbeitsverhältnisse bei airberlin und natürlich dann auch - im Rahmen einer noch zu verhandelnden Quote unbefristet/befristet Beschäftigte - in feste Arbeitsverhältnisse bei airberlin zu überführen.

Wir sind froh, dass noch in 2016 diese unsägliche Leiharbeit sein Ende findet und freuen uns über diesen Verhandlungserfolg.

 

CrewRuheSitze / Enlarger

Zu diesem Thema stehen wir noch mitten in Verhandlungen. Herausforderung wird sein, sowohl für Kurz-, Mittel- und Langstrecke Lösungen zu finden. Es kann nicht sein, nur für ein Geschäftsfeld befriedigende Lösungen für die Kabinenbeschäftigten zu haben.

 

Es ist kein leichter Weg und auch keine leichte Verhandlungsrunde. Nachdem wir in der letzten Runde kurz vor der Eskalation standen und das Thema „Urabstimmung“ offen im Raum stand, lenkte die Arbeitgeberseite bei einen Punkten ein und es gibt ein unterschriebenes verbindliches Eckpunktepapier mit folgendem Inhalt:

  1. CrewRuhesitze EASA FTL CLASS 2
  2. Anzahl 4 (2x2) Mitte Aft Cabin auf allen Flugzeugen A330-200
  3. zwei TK Mitglieder sind unmittelbar und ständig in die Umsetzung involviert
  4. Der Arbeitgeber legt bis zum 29.08.16 einen verbindlichen Zeitplan vor, der eine schnellstmögliche Einrüstung dieser Class 2 Sitze nachvollziehbar in Bezug auf Zertifizierung, Produktion und Standzeiten der einzurüstenden Flugzeuge gestattet. Andere Ausschlussgründe sind nicht zulässig.

Die Tarifvertragsparteien sind sich bewusst, dass für einen Übergangszeitraum, und um den gesetzlichen Vorschriften gerecht zu werden, zunächst ab dem 18.02.2017 in einem Teil der Flotte CrewRuheSitze EASA FTL Class 3 eingebaut werden.

Wieder einmal fällt die Arbeitgeberseite hinter Verhandlungsstände zurück!

Nun liegt ein Einrüstungsplan vor, der die Umrüstung von 12 Aircraft bis April 2018 und weiteren 7 Aircraft bis April 2019 vorsieht. Dieser Zeitraum ist für uns als Tarifkommission nicht nachvollziebar und inakzeptabel. Bei der Erarbeitung dieses Einrüstungsplanes wurde die Tarifkommission übergangen bzw. nicht mit einbezogen und wir sollen diese langen Fristen für eine total unbefriedigende Übergangslösung akzeptieren.

Überdies stellt der Arbeitgeber erneut die Anzahl und die Beschaffenheit der Ruhesitze CLASS 2 in Frage bzw. will diese erneut – trotz bereits verbindlich geregelter Anzahl und Beschaffenheit – verhandeln.

Im August waren zwei Tarifkommissionsmitglieder bei einem Sitzhersteller in der Schweiz und haben sich die „Übergangsmodelle Class 3“ angesehen. Sie mussten hier feststellen, dass diese, nach unserer Auffassung, nicht einem Class 3 Sitz entsprechen. Zwar haben die Sitze den geforderten Neigungswinkel und den Legrest und Footrest, jedoch sollen die beiden Reihen so nah aneinander gestellt werden, dass der Legrest und Footrest nur von einer Kollegin/einem Kollegen mit einer Körpergröße von 163 cm bequem benutzt werden kann.  Dies ist nicht zu akzeptieren und wir haben eine Überprüfung dieser Sitze bzw. Kombination bei der EASA eingeleitet.

Wir haben die Taktiererei der Arbeitgeberseite satt!

Wir haben den Arbeitgeber am 06.09. schriftlich informiert, dass wir durch seine Vorlage das verbindliche Eckpunktepapier verletzt bzw. nicht umgesetzt sehen und uns daher entschlossen haben, die tarifliche Auseinandersetzung weiterführen zu wollen und entsprechende Schritte einer Eskalation einleiten werden.

Wir lassen es nicht zu, dass der Arbeitgeber auf Zeit spielt und sich von Woche zu Woche hangelt und verbindliche Absprachen zwar absetzt, aber dann nicht umsetzt. In diesem Zusammenhang fordern wir Euch auf, UNVERZÜGLICH Eure Kontaktdaten wie Anschrift, E-Mail und Handynummern bei ver.di zu aktualisieren.

 

Eure ver.di Tarifkommission
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