Airberlin

airberlin: Info der Tarifkommission LVKG

airberlin: Info der Tarifkommission LVKG

Ein bisschen mehr Arbeit geht immer …

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 14.04.2016 traf sich die ver.di-Tarifkommission airberlin LVKG um sich über aktuelle und künftige Themen auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand und steht weiterhin die starke Arbeitsverdichtung quer durch alle Abteilungen. Man könnte die Beschäftigten auch als „Duracell Hasen“ bezeichnen, doch auch bei diesem ist irgendwann die Batterie leer...

Darüber hinaus steht zum aktuellen Zeitpunkt nicht fest, wie und ob der Arbeitgeber die Stationen Köln und Stuttgart weiterführen wird. Ebenso beobachten wir das laufende Restrukturierungsprogramm und den geplanten Personalabbau, von dem der Arbeitgeber selber aktuell wohl eher wenig 'Plan' hat.

Auch heute, Mitte 2016, wendet der Arbeitgeber den zwischen den Tarifpartnern airberlin/ver.di unterzeichneten Tarifvertrag nur nach dem Gießkannenprinzip an. In verschiedenen Abteilungen werden Manteltarifvertrag (MTV) und Vergütungstarifvertag (VTV) vorbildlich umgesetzt, in anderen überhaupt nicht. Im Gegenteil, man könnte vermuten, dass Abteilungsleiter interpretieren,  MTV und VTV seien ansteckende Krankheiten oder 3-Letter Codes für neue Destinationen. Mehrere Beschäftigte haben - unter Hinzuziehung des ver.di Rechtsschutzes - bereits Klage vor den hiesigen Arbeitsgerichten eingereicht, um ihren Rechtsanspruch auf Einhaltung der Tarifverträge durchzusetzen. Bitte kommt auf Eure ver.di-Vertrauensleute / ver.di-Tarifkommissionsmitglieder  zu, solltet auch ihr betroffen sein.

Mit Frau Dr. Niemann fand am 14.04. eine Videokonferenz durchgeführt. In dieser wurde durch den Arbeitgeber der ver.di-Tarifkommission airberlin LVKG das SIP - Sales Incentive Program - vorstellte. Hierbei sollen ausgewählte Vertriebsmitarbeiter eine Prämie von bis zu einem Jahresgehalt (brutto) nach Erreichung ihrer Ziele erhalten. Woher das Geld dafür, in unserer scheinbar prekären finanziellen Situation kommt, wollen wir nicht weiter thematisieren.

Für uns ist klar, dass wir als Tarifpartner dieses Programm in einem Tarifvertrag festschreiben müssen. Warum? Damit einerseits seit Jahren die einseitig durch den Arbeitgeber bestimmten Arbeitsbedingungen beendet werden und anderseits für jeden Beschäftigten im Unternehmen eine klare und transparente Struktur erkennbar ist.

Ihr merkt, auf der einen Seite wird es bei airberlin nie langweilig, auf der anderen Seite wäre es wirklich schön, wenn die Beschäftigten ohne Existenzängste ihre Arbeit verrichten könnten. Dies ist und bleibt jedoch wohl eher eine Wunschvorstellung.

 

Eure ver.di-Tarifkommission
Stefan Wuske (TK Sprecher-TXL), Hans-Jürgen Gerhards (stellv. TK-Sprecher-DUS), Christoph Hauptmann (TXL), Sandra Maraldo (DUS), Benjamin Purrmann (TXL), Saskia Schlee (DUS), Anja Schlosser (ver.di)

 


25.04.2016