Fluggesellschaften

Lufthansa: Zweite Verhandlungsrunde ohne Angebot

Lufthansa: Zweite Verhandlungsrunde ohne Angebot

11.05.2015 - Am 8. Mai wurden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten am Boden und in der Kabine im Lufthansa-Konzern wieder aufgenommen. Auch die zweite Verhandlungsrunde blieb ohne Ergebnis.

Die ver.di-Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, nun endlich ein verhandlungsfähiges Angebot zu einer Vergütungserhöhung vorzulegen. Dazu war die Lufthansa weiterhin nicht bereit. Nach Auffassung der Lufthansa-Verhandlungsführung ergeben sich nur Spielräume für einen Vergütungsabschluss, wenn auch die betriebliche Altersversorgung in die Verhandlungen mit einbezogen wird. Eine Verknüpfung von Vergütungsrunde und betrieblicher Altersversorgung lehnt ver.di ab, weil beide Themen grundsätzlich getrennt voneinander zu betrachten sind und wir uns von der Lufthansa auch nicht erpressen lassen wollen.

Konkreter wurde es dann bei dem Thema Übernahme der Auszubildenden. Hier fordert ver.di die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die Auszubildenden bei der Lufthansa-Technik direkt dort und nicht in der hauseigenen Leiharbeitsfirma Aviation Power eingestellt werden. In den Verhandlungen wurde deutlich, dass es bei der Lufthansa keine Ausbildung über den vorhandenen Personalbedarf gibt. Allen Auszubildenden, die bis 2020 die Ausbildung beenden, steht ein freiwerdender Arbeitsplatz gegenüber. Aus ver.di-Sicht ist einzig zu klären, wie die Integration der Auszubildenden aus den Vorjahren, die einen Arbeitsplatz bei der Aviation Power erhalten haben und dort noch sind, schnellstmöglich in die Lufthansa-Technik integriert werden können.

Am 18. Mai trifft sich die ver.di-Konzerntarifkommission, um den Zwischenstand zu bewerten. Die Verhandlungen werden am 19. Mai fortgesetzt.

Ausführliche Informationen im ver.di-Tarifinfo (Download).