Fachbereich Verkehr

Für fairen Transport!

Für fairen Transport!

Europäische Bürgerini -
tiative „Fair Transport Europe“ ETF Europäische Bürgerinitiative „Fair Transport Europe“

17.11.2015 - Wir brauchen einen gerechten europäischen Verkehrsmarkt, sagt die ETF und fordert von der EU-Kommission, dem EU-Parlament und den Regierungen darüber eine Debatte mit den Beschäftigten zu führen, dass die Branche ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig wird.

Damit sich die EU-Kommission mit der Thematik befasst, hat die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) den Weg einer Europäischen Bürgerinitiative gewählt. Gleichzeitig legt sie ihr Visionspapier „Fair Transport Europe“ auf den Tisch.  Über elf Millionen Beschäftigte in der EU arbeiten direkt in den verschiedenen Bereichen des Transportsektors. Wenn der Präsident der ETF Lars Lindgren darauf verweist, dass der europäische Verkehrsmarkt seine Funktion nicht nur auf die Marktöffnung beschränken dürfe, sondern auch die Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sichern müsse, sagt er das vor einem sehr ernsten Hintergrund. Den Arbeitsbedingungen in den am meisten harmonisierten Sektoren Kraftverkehr, zivile Luftfahrt und Seeverkehr drohen düstere Aussichten, inzwischen zeichnet sich das auch in den anderen Transportsektoren ab.  

Visionspapier der ETF

Ein harmonisierter europäischer Verkehrsmarkt ist wichtig, erleichtert er doch den freien Warenverkehr und die Freizügigkeit der Personen in der EU, verbessert die Mobilität, schafft größere ökologische Nachhaltigkeit und stärkt den internen Zusammenhalt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der EU, konstatiert die ETF in ihrem Visionspapier „Fair Transport Europe“. Das allerdings kann nicht auf Kosten fairer Lohn- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der Verkehrsträger, der Qualität von Verkehrsdienstleistungen sowie der Sicherheit von Passagieren und Beschäftigten erreicht werden. Entstehen könne ein gerechter europäischer Verkehrsmarkt nur durch eine Kooperation zwischen den einzelnen EU-Institutionen und den nationalen Ebenen, so die ETF und fordert die europäischen Arbeitgeberorganisationen auf, sich zu einer gemeinsamen Suche nach raschen Lösungen zu verpflichten. So seien jene Unternehmen, die existierende Regeln umgingen beziehungsweise dagegen verstießen, die Sozialdumping praktizierten und ihre Aktivität auf unlauterem Wettbewerb aufbauten, zukünftig vom europäischen Verkehrsmarkt auszuschließen.  

Europäische Bürgerinitiative gestartet

Damit sich die EU-Kommission mit der Thematik befasst, hat die ETF einen Antrag für eine Europäische Bürgerinitiative gestellt. Diese wurde genehmigt. Nun muss die Europäische Bürgerinitiative „Fair Transport Europe“  bis zum September 2016 eine Million gültige Unterstützungsbekundungen in einem Viertel aller EU-Mitgliedsstaaten gesammelt haben, also in sieben EU-Ländern. Die Unterstützer müssen in Deutschland rund 250 000 Unterstützungsbekundungen beibringen. 

Eure Unterschrift unterstützt  

Mit der Unterschrift unter die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative unterstützt ihr das Anliegen, dass sich die Arbeitsbedingungen für die elf Millionen Beschäftigten im Straßengütertransport, der Logistik, den Öffentlichen Nahverkehren, der Eisenbahn, Binnenschifffahrt, und Zivilen Luftfahrt verbessern. Denn wenn genügend Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Namen deutlich machen, dass ihnen das Thema auf den Nägeln brennt, besteht die Chance, die Behörden auf EU-Ebene zum Handeln zu bewegen.  Sammelt Unterschriften bei den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb, in der Familie, eurem privaten Umfeld!

  • Die Initiative kann ganz einfach online unterschrieben werden unter sign.fairtransporteurope.eu
  • Informationen und Unterschriftenlisten sind zu finden unter www.fairtransporteurope.de
  • Die Forderungen der ETF für den Straßengütertransport und die Logistik sowie für die anderen Bereiche des europäischen Transportsektors sind im Visionspapier zu finden.