Fachbereich Verkehr

Gegen die Ausgliederung der Dezentralen Stationen bei Lufthansa

Gegen die Ausgliederung der Dezentralen Stationen bei Lufthansa

Kranich-im-Sturzflug-Logo ver.di Der Kranich im Sturzflug


Die Aktion wurde beendet. Vielen Dank für Euren tollen Input und die zahlreiche Teilnahme. 

 


Die ver.di-Kolleginnen und Kollegen der „Dezentralen Stationen“ der Lufthansa AG brauchen deine Unterstützung.

 

Service ist unser Auftrag bei der Lufthansa AG. Wir sorgen für alles, was bei Kunden für die Zufriedenheit verantwortlich ist, wie z. B. das Abfertigen von Flugzeugen, das Aufgeben von Koffern, den Verkauf oder der Umbuchung von Flugtickets, bis hin zur Begleitung von Kindern und älteren Menschen etc. Die Lufthansa AG plant die Ausgründung unserer Serviceleistungen. Die „Dezentralen Stationen“ der Lufthansa sollen in eigenständige GmbHs umgewandelt werden. Betroffen hiervon sind bundesweit 1500 Kolleg/innen und ihre Familien.

Wir fordern:

  • den Erhalt der Dezentralen Stationen bei der Lufthansa AG.
  • eine Abnahmegarantie der Lufthansa und ihrer Konzerntöchter für die Flugabfertigung. Nur so lassen sich die Arbeitsplätze erhalten.
  • die Beibehaltung aller Konzerntarifverträge

Was ist genau geplant von der Lufthansa AG?

Betroffen von der Ausgründung der „Dezentralen Stationen“ sind die Standorte Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Hannover, Bremen und Nürnberg. Sie werden zukünftig „Common Ground (Standort) GmbH“ heißen und bei der Tochtergesellschaft „Commercial Holding“ angesiedelt. Von der geplanten Ausgliederung sind die Standorte Frankfurt und München nicht betroffen.

Die Beschäftigten aus den jeweiligen Standorten sollen ab dem 3. Quartal 2014 über die Entwicklung auf ihren Flughäfen informiert werden und später durch Betriebsübergang in die neu gegründeten GmbHs übergeleitet werden. Allerdings sind auch Schließungen von Standorten vom Management nicht mehr ausgeschlossen.

Die neu gegründeten „Common Ground GmbHs“ sollen sich dann um die Passagierabfertigung in Konkurrenz zu anderen Abfertigern bewerben. Selbst die eigenen 100%igen Töchter der Lufthansa Germanwings, die Swiss und die Austrian werden zurzeit schon nicht mehr vom Lufthansa Personal betreut, sondern von externen Anbietern.

Was hat die geplante Ausgründung für Auswirkungen?

Die neu gegründeten GmbHs haben erst einmal keinen geltenden Tarifvertrag. Die Lufthanseat/innen nehmen bei einem Betriebsübergang ihren Tarifvertrag mit. Neu eingestellte Mitarbeiter/innen werden zu abgesenkten Bedingungen beschäftigt.

Allerdings ist die Sicherheit für die vom  Betriebsübergang betroffenen Lufthanseat/innen nur von kurzer Dauer. Schon die Töchter der Lufthansa werden nicht von uns abgefertigt. Es wird nicht lange dauern, bis die Common Ground GmbH auch um die Abfertigung der Lufthansa in Konkurrenz treten muss. Dass wir qualifizierten und erfahrenen Lufthanseat/innen mit den Niedriglöhnen von prekär Beschäftigten der anderen Abfertiger an den Flughäfen nicht konkurrieren können, liegt auf der Hand.

Die neu gegründete Common Ground GmbH hätte dann bald keine Arbeit mehr – die Konsequenz für uns langjährig Beschäftigte ist offensichtlich. Adäquate Arbeitsplätze gibt es nur in Frankfurt und München, aber auch nicht für alle 1500 betroffenen Arbeitnehmer/innen bundesweit.

Für uns Beschäftigte heißt das, wer „Glück“ hat, erhält einen Arbeitsplatz in Frankfurt oder München mit den sozialen Konsequenzen eines Umzuges oder verliert seinen Arbeitsplatz.

Für die Fluggäste bedeutet dies, dass ihre jahrelang kompetenten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner nicht mehr vor Ort zur Verfügung stehen.

 

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