Stuttgart

Flughafen Stuttgart: Wir ver.di-Mitglieder bei SGS wollen existenzsichernde …

Flughafen Stuttgart: Wir ver.di-Mitglieder bei SGS wollen existenzsichernde Bezahlung!

ver.di Tarifkommission übergibt Forderungen an Arbeitgeber

Liebe Kollegin, lieber Kollege bei der SGS,

am 21. Dezember haben wir, die ver.di Tarifkommission, der Geschäftsführung unsere gemeinsamen Forderungen überreicht. Zu den am 18. Januar 2017 beginnenden Tarifverhandlungen zum Thema Vergütung.

Was wir wollen?! Existenzsichernde Bezahlung!
- 2 Euro pro Stunde mehr für alle Beschäftigten
- Gleiche Gewinnbeteiligung wie die Beschäftigten der Muttergesellschaft FSG ohne Bindung an Krankheitstage
- 500 Euro Erholungsbeihilfe für ver.di Mitglieder
- Ab dem 15. Beschäftigungsjahr Aufstieg von Vergütungsgruppe 4 in Vergütungsgruppe 5 (Voraussetzung: PD Flugvorbereitungen, außer SSC, SM und backoffice)
- Laufzeit: 12 Monate: 1.1.2017-31.12.2017

Wie sind wir auf diese Forderungen gekommen?
Nach einer Umfrage unter allen ver.di Mitgliedern und nach intensiver Diskussion in der Mitgliederver-sammlung am 17. November haben wir uns für diese Forderungen entschieden, da die Entlohnungs-bedingungen bei SGS nicht mehr sozialverträglich sind.
Die Mehrheit von uns verdient zwischen 9,20 Euro und 11, 52 Euro pro Stunde. Und das in einer der teuersten Regionen Deutschlands und der reichsten Region in ganze Europa! Unser Gehalt reicht nicht zu unserer Existenzsicherung. Viele von uns müssen ungewollt Kurzdienste ausführen. Die Folgen davon sind…
… insbesondere die ledigen und befristet Beschäftigten, müssen zuhause leben oder von ihren Eltern finanziell unterstützt werden, weil das Gehalt nicht ausreicht, um die teure Miete in der Region Stutt-gart zu zahlen.
…viele sind auf Zweitjobs angewiesen, um überleben zu können, obwohl sie Vollzeit arbeiten! Darunter auch Führungskräfte!
…wir alle sehen wegen der geringen Beitragszahlung in die Rentenkasse Altersarmut entgegen. Als Beschäftigte eines öffentlichen Unternehmens (Flughafen Stuttgart und AHS gehören beide dem Staat, da die AHS öffentlichen Flughäfen gehört) sind wir nicht mehr bereit, das hinzunehmen. Wir haben ein Recht auf ein Einkommen, das unsere Existenz sichert. Wir ver.di-Mitglieder bei SGS wollen existenzsichernde Bezahlung!

Wie geht es jetzt weiter?

Die Geschäftsführung hat die Forderungen heute erst einmal nur zur Kenntnis genommen. Nun werden sie an die Anteilseigner, das bedeutet an die AHS Holding in Hamburg und die FSG weiter geleitet. Diese werden dann einen Gegenvorschlag machen. Am 19. Januar 2017 steigen wir in die Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung ein. Einen Tag später werden Euch in einer Mitgliederversammlung von diesem ersten Gespräch berichten. Von 12-13:30 sehen wir uns im Wölhaff!

Mit kollegialen Grüßen,
Eure ver.di Tarifkommission
Birgit Münch, Bettina Bareuther, Monika Mader, Markus Felger, Ioannis Berzigiannidis, Bernd Köster (ver.di-Sekretär Stuttgart), Katharina Wesenick (ver.di-Bundestarifsekretärin Flughäfen).