Stuttgart

Sechste Verhandlungsrunde bei Losch in STR

Sechste Verhandlungsrunde bei Losch in STR

Noch weit von einer Einigung entfernt


Stuttgart, 19. Februar 2018

Heute hat die ver.di Tarifkommission zum sechsten Mal mit dem Arbeitgeber getagt, um unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wir möchten Euch im Folgenden über den Verhandlungsstand informieren:

Für Cleaning
Bisher wird die Ausschüttung jeden Tag auf die Kollegen, die in der Schicht mitgemacht haben, gleichmäßig aufgeteilt. Da bleibt mittlerweile viel zu oft nicht genug übrig.
Der Vorschlag des Arbeitgebers ist, die tägliche Ausschüttung beispielsweise durch maximal zehn zu teilen. Auch wenn mehr als zehn Leute in der Schicht sind, bekommt jeder von ihnen so viel von der Ausschüttung, als wenn nur zehn dabei wären. Arbeiten tatsächlich mal weni-ger als zehn, wird wie bisher LES bezahlt.
Wir sagen: Ein brauchbarer Ansatz. Aber wir wollen genau nachrechnen, ob der Teiler bei zehn liegen soll – oder niedriger. Oder ob der Teiler je nach Maschinenanzahl wächst. Und wir brauchen Regeln, wie entschieden wird, daß der Teiler angepaßt wird (wenn die Arbeitsmenge sich ändert).

Für den Bereich Nachtluftpost:
Wir sagen: Wir brauchen einen anderen Teiler für den Eingang abends wie für den Ausgang morgens. Die Ausschüttungswerte für den Abgang abends sollen verdoppelt werden.
Der Arbeitgeber: ist bereit über die Verdoppelung der Ausschüttungswerte zu sprechen.

Für den BVD:
Wir haben uns die täglichen Ausschüttungsbeträge für die letzten zwölf Monate angeschaut. Selbst im BVD gibt es in jedem Monat Tage, an denen der LES niedriger ist als der Stunden-lohn.
Der Vorschlag des Arbeitgebers ist, für die Schichten am Samstagabend und am Sonntag früh, jedem Beschäftigten zusätzlich 20 € auszuschütten, weil diese Schichten sehr häufig zu wenig einbringen.
Wir sagen: Wir brauchen vor allem eine Ausgleichszahlung für die Wintermonate und zwar für alle schwachen Schichten, nicht nur für Samstagabend und Sonntag früh.

Für den Bereich DHL:
Der Arbeitgeber bietet an, für die kurze Schicht zwischen 17 Uhr und 3 Uhr eine Schichtzulage von 10 Euro zu bezahlen. Eine Erhöhung der Bezahlung für die lange Schicht lehnt er bisher ab. Die Tarifkommission ist damit nicht zufrieden und fordert sowohl eine Entlastung als auch mehr Geld.
Nach wie vor ist die Abrechnung des LES nicht transparent und nicht immer verlässlich korrekt. So gibt es mitunter Differenzen von mehreren 100 Euro zwischen AG und AN-Einschätzungen. Dafür braucht es eine Lösung!

Eins ist klar: In diesen Tarifverhandlungen geht es darum,

  • dass Euer Lohn steigt. Dafür wird der LES erhöht.
  • dass der Lohn stabiler wird. Dafür soll der Tabellenlohn erhöht und ausdifferenziert werden.
  • dass Ihr einen Ausgleich für starke Belastungen bekommt. Dafür sollen Urlaub und Zuschläge wachsen.

Über vieles davon haben wir mit dem Arbeitgeber schon gesprochen.
Am Ende wird es ein Gesamtpaket geben, mit all dem darin. Und mit guten Lösungen für die Fälle, in denen der LES nicht mehr hinhaut. Damit es die richtigen Lösungen werden, brauchen wir Dich. Mich Dich ein. Sag Deine Meinung. Und hole deine Kollegen ins ver.di-Boot!

Der nächste Verhandlungstermin ist am 20. März 2018