Stuttgart

Wir können alles - auch Rechnen! 2. Verhandlungsrunde in Stuttgart

Wir können alles - auch Rechnen! 2. Verhandlungsrunde in Stuttgart

Neues Angebot klingt gut. Es reicht aber nicht aus, um unsere Existenz zu sichern!

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

am 13. Februar 2017 hatten wir die zweite Tarifverhandlung. Die Interessen des Haupteigentümers Stuttgarter Flughafen vertrat diesmal auch Prof. Dr. Fundel sowie Hr. Huber (beide FSG). Die Interessen des zweiten Eigentümers AHS (gehört 7 deutschen Flughäfen) vertrat die Geschäftsführung der AHS aus Hamburg.

Nach unserem Warnstreik vom 8. März 2017, an dem sich über 90% der Beschäftigten beteiligt haben, legten beide Gesellschafter der SGS ein verbessertes Angebot vor, dass auf den ersten Blick gut klingt: sie wollen 10% mehr anbieten, allerdings über 3 Jahre.

Das bedeutet in Kurzform:

Wir wollen: 2 Euro pro Stunde mehr für alle Beschäftigten ab Januar 2017 für ein Jahr
Sie bieten: zwischen 30- 50 Cent mehr pro Stunde

Wir wollen eine Laufzeit von 12 Monaten, sie eine von 3 Jahren
Das bedeutet in der untersten Lohngruppe noch nicht mal ein Euro mehr nach 3 Jahren.

Wir wollen: Gleiche Gewinnbeteiligung wie die Beschäftigten der Muttergesellschaft FSG ohne Bindung an Krankheitstage
Sie sagen: Nein, erst wenn SGS über 1,4 Millionen Gewinn macht, gibt es zwischen 300 und 400 Euro für Vollzeitkräfte/Teilzeit anteilig.

Wir wollen: 500 Euro Erholungsbeihilfe für ver.di Mitglieder
Sie sagen: nein

Wir wissen, dass sich bei Verhandlungen beide Seiten aufeinander zu bewegen müssen,
damit am Ende ein Ergebnis erzielt wird, mit dem alle leben können.
Deshalb haben wir heute deutlich gesagt, dass wir bereit sind, über eine längere Laufzeit als 12 Monate zu diskutieren und uns auch beim Thema Ertragsbeteiligung und Höhe der Erholungsbeilhilfe für ver.di Mitglieder zu bewegen.
Was wir jedoch nicht akzeptieren ist eine Laufzeit von 3 Jahren mit einer Erhöhung, die nicht ausreicht, unsere Existenz zu sichern.

Leider waren die FSG und die AHS nicht dazu bereit, ein solches Angebot zu formulieren. Wir behalten uns deshalb vor, unseren Forderungen weiterhin Nachdruck zu verleihen. Am 1. März 2017 gehen wir in die dritte Verhandlungsrunde.
Zwei Worte zum Warnstreik am 8. Februar 2017:
Die ver.di Tarifkommission wird sich dafür einsetzen,, dass bei den anstehenden Entfristungen im März und April niemand durch seine Streikteilnahme benachteiligt wird.
Die Ankündigung der SGS Geschäftsführung, dass ab jetzt alle ab dem ersten Tag Arbeitsunfähigkeit ein ärztliches Attest vorlegen müssen ist rechtlich unwirksam. Sie widerspricht dem ver.di Manteltarifvertrag und verstößt gegen das Betriebsverfassungsgesetz. Wir haben daher den Arbeitgeber dazu aufgefordert, dies zurück zu nehmen.

 

Wir freuen uns über diesen anonymen Kommentar zur angekündigten Streikbruchprämie der GF:

Nein Danke ver.di Nein Danke!

Wir bedanken uns für Euer Vertrauen in uns und begrüßen die vielen neuen ver.di Mitglieder bei der SGS an Bord. Wie es weiter geht mit den Tarifverhandlungen entscheiden wir alle zusammen.
Dabei gilt: Wenn man etwas will, was man noch nicht gehabt hat muss man etwas tun, was man noch nicht getan hat. :)

Mit kollegialen Grüßen, Eure ver.di Tarifkommission
Birgit Münch, Bettina Bareuther, Monika Mader, Markus Felger, Ioannis Berzigiannidis, Bernd Köster (ver.di Sekretär Stuttgart), Andreas Schackert (ver.di Landesfachbereichsleiter Verkehr), Cuno Hägele (ver.di Geschäftsführer Stuttgart); Katharina Wesenick (ver.di Bundestarifsekretärin Flughäfen).

Check in: Infos über die Tarifrunde bei SGS unter: https://www.verdi-airport.de/139