Frankfurt

Frankfurt Acciona: Letztes Angebot des Arbeitgebers? Es liegt …

Frankfurt Acciona: Letztes Angebot des Arbeitgebers? Es liegt nun an uns!

Liebe Leute,

wir haben bis ca. 3:30 Uhr heute Morgen verhandelt. Von 11 Uhr morgens an. Das sind 16, 5 Stunden!

Das Ergebnis stellen wir Euch hiermit vor. Aber eins vorab: alle ver.di TK Mitglieder, die bei den Verhandlungen waren und gleichzeitig im Betriebsrat sind, haben in den letzten Wochen der Einstellung von Leiharbeitnehmern im BR widersprochen. Leider konnten sie heute Morgen in der BR Sitzung nicht dabei sein, weil sie ihre gesetzlichen Ruhezeiten einhalten mussten. Das Ergebnis: heute wurden ca. 30 neue Leiharbeitnehmer vom BR zugestimmt. Die ver.di Tarifkommission verurteilt das scharf! Das bedeutet Organisation von Streikbruch. Denn - Wie sollen wir ein gutes Ergebnis erzielen, wenn gleichzeitig potentielle Streikbrecher eingestellt werden?

Nun zu dem finalen Angebot der Arbeitgeberseite. Dieses ist verbindlich bis Dienstag den 21. März 2017. Entweder wir nehmen es an oder wir müssen streiken. Bis dahin werden wir die ver.di-Mitglieder befragen. Jeder muss nun für sich entscheiden und die Verantwortung übernehmen wie er nun am Dienstag, auf unserer Mitgliederversammlung, die am 21. März stattfindet (12-16h; Besprechungsraum des BR im 5. OG).

Die Eckpunkte des finalen Angebots der Geschäftsleitung

Vergütungstarifvertrag

Erhöhung der Stundenlöhne
• Ab dem 1.4.17 Erhöhung der Stundenlöhne um 0,50€.
• Ab dem 1.10.17 weitere Erhöhung der Stundenlöhne um 0,50€.
• Ab dem 1.10.18 weitere Erhöhung der Stundenlöhne um 0,15€.
• Laufzeit: 31.12.2019

Manteltarifvertrag
Vorbehaltlich einer juristischen Prüfung durch den Arbeitgeber erhöht sich
der tarifliche Urlaubsanspruch für alle Beschäftigten auf 30 Tage
(bei Vollzeitbeschäftigung, Teilzeitbeschäftigte anteilig entsprechend
des Beschäftigungsumfangs). Darüber hinaus wird der gekündigte
Manteltarifvertrag wieder in Kraft gesetzt, mit einer Laufzeit bis zum 30.6.2019.

Von der Inkraftsetzung ausgenommen sind folgende Forderungen der ver.di
-Tabellenstrukturreform
-Reduzierung der Eigenbeteiligung der Beschäftigten bei den Parkplätzen
-Reduzierung der tarifvertraglich vereinbarten Leiharbeitnehmerquote

Was spricht für die Annahme des Verhandlungsstandes?

• Wir haben verhindert, dass uns das Urlaubsgeld und das 13. Monatsgehalt wegge-nommen wird.
• Wir haben einen Euro Erhöhung schon dieses Jahr erreicht.
• Wir können zu den Themen Parkplätze, Reduzierung der Leiharbeit und Tabellenstrukturreform innerhalb von 14 Tagen nach der Entscheidung der Konzession wieder weiter verhandeln und weitere Verbesserungen für uns alle rausholen.
• Alle bekommen 2 Tage Urlaub ab sofort.

Das Risiko: wenn wir das Angebot am Dienstag annehmen:
Durch die Nullmonate im Jahre 2019 können wir durch die Inflation Geld verlieren.
Es kann sein, dass wir nicht mehr rausholen können, wenn wir streiken. Vielleicht ist das Ergebnis dann sogar niedriger.

Was spricht gegen die Annahme des Verhandlungsstandes?
• Die Laufzeit des Vergütungstarifvertrags ist zu lang.
• Von Januar – März 2017 keine Erhöhung.
• Im Jahre 2019 gar keine Erhöhung: dafür ist die Laufzeit zu lang!

Das Risiko: wenn wir das Angebot am Dienstag ablehnen:

Jetzt gerade können wir mit den Berliner Flughäfen zusammen streiken und haben daher ein Druckmittel in der Hand.
Wenn Berlin den Tarifvertrag abschließt: bekommen wir dann ein schlechteres Angebot?
Jetzt gerade will der Arbeitgeber Ruhe haben wegen der Konzession. Bekommen wir nach der Konzession ein schlechteres Angebot?
Es kann sein, dass wir kein besseres Angebot bekommen, Wenn wir für eine Verbesserung streiken und die Konzession kommt nicht (was wir für nicht wahrscheinlich halten, aber ein Restrisiko besteht)

Jetzt sind die ver.di-Mitglieder gefragt!!!

Wollen wir das Angebot annehmen oder ablehnen?
Am Dienstag den 21. März 17 werden die ver.di-Mitglieder bei der Mitgliederversammlung entscheiden (12-16h; Besprechungsraum des BR im 5. OG)