Berlin

Wir sind nicht nur Berlin! Wir sind Hamburg, Stuttgart, Köln, …

Wir sind nicht nur Berlin! Wir sind Hamburg, Stuttgart, Köln, Frankfurt, Leipzig, München....viele mehr!

Solidarität aus Hannover ver.di Solidarität aus Hannover

Der Streik des Bodenpersonals in Berlin ist in vollem Gange. Die Kollegen und Kolleginnen kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen, das ist ihr gutes Recht. Die gigantischen Profite, die die Unternehmen in der Luftfahrtindustrie jährlich einfahren kommen seit Jahren nicht mehr bei den Beschäftigten an. Besonders an den Flughäfen zeigt sich das und hier besonders in den Bodenverkehrsdiensten. Wie wichtig sie sind, zeigt sich heute in Berlin. Doch wir sollten nicht vergessen, das die Arbeitsbedingungen nicht nur in Berlin schlecht sind, sondern auch an vielen anderen Standorten in Deutschland. Viele Kollegen und Kolleginnen von anderen Flughäfen zeigen sich solidarisch mit den Streiks in Berlin.

Aus Stuttgart schreibt die sich dort im Arbeitskampf befindende Tarifkommission:
"Berlin ihr seid unsere Vorreiter! Wir wünschen euch viel Kraft aus Stuttgart. No Solution - Revolution!" (TK Stuttgart Ground Services)

Die Kollegen und Kolleginnen aus Hannover schicken einen ersten Soli-Gruß (Foto links).

 

 

Aus Köln kommt folgende Botschaft:
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste aus Köln übermitteln euch solidarische Grüße bei eurem berechtigten Kampf um bessere Bezahlung und gesellschaftliche Anerkennung.
Die Aufwertung eurer/unserer Arbeit ist dringend erforderlich!
Wir erklären uns solidarisch und bitten die Passagiere um Verständnis.
Die Politik und die Arbeitgeber fordern wir auf, eure berechtigten Forderungen ernst zu nehmen und eine faire Bezahlung zu ermöglichen! Wir wünschen euch viel Erfolg!
Mit solidarischen Grüßen
stellvertretend für alle KollegInnen aus dem Kölner BVD
Sven Schwarzbach / Mark Britz/ Geza Tenyi
Flughafen Köln/Bonn / WISAG Köln/ AHS Köln"

Die Kollegen von der Acciona, die sich auch in einer harten Auseinandersetzung befinden, senden ihre Grüße nach Berlin und nehmen sich ebenfalls ein Beispiel an euch!:
"Liebe Kolleginnen und Kollegen der BVD Berlin,
wir sind unendlich stolz auf Eure Kraft und Leistung im Arbeitskampf an den Berliner Flughäfen! Euer Erfolg, ist ein Erfolg für den Bundesweiten Tarifvertrag, und somit ein Erfolg für uns alle im BVD! Der Weg ist in unseren Augen das Ziel, und den ebnet ihr uns gerade, und wir hoffen das wir Euch bald folgen werden! Bleibt Stark und mit Solidarischen Grüßen, C.Hazer BR Vorsitz, B.Ghofrani BR Stellvertreter, A.Geriz BR, B.Kioulahtzi, Davor TK, Y.Ermis BR, A.Janjua TK, O.Barak TK, C.Cengiz BR, K. Durmaz TK, H.Büyükdogan"
Weiter geht es mit Hamburg: "Liebe Berliner, der Betriebsrat der AHS HAM wünscht viel Erfolg! Wir sind stolz auf Euren Mut und Eurem Durchhaltevermögen!" Viele Grüße
Céline Miroir"
Wir bleiben im Norden, auch der Bremer Airport zeigt sich solidarisch und übermittelt seine Botschaft an euch liebe Berliner: "Hallo liebe Kollegen/innen in Berlin,
der Betriebsrat der Flughafen Bremen GmbH erklärt sich hiermit Solidarisch zu euren Streiks für bessere Bezahlung in der Bodenabfertigung.
Wir hoffen, dass ihr genug Kraft aufwenden könnt um eure Ziele zu erreichen und wünschen euch dabei Viel Erfolg.
Im Namen des gesamten Betriebsrates"


Gewohnt kämpferische Töne kommen auch aus München:
"Liebe Berliner, Ihr macht genau das Richtige! Lasst Euch durch egal welchen Blödsinn nicht beirren! Jeder Passagier, auch die die sich aufregen, verlässt sich auf Eure gute Arbeit! Die vertrauen Euch und uns mit ihrem Leben! Dann sollen sie uns gefälligst auch so bezahlen, dass wir davon anständig leben können. Was ist mehr wert: Das Recht auf einen Billigflug oder das Recht darauf, von der eigenen Arbeit leben zu können?
Darum: Zieht durch! Holt Euch, was Euch zusteht! Glück und Erfolg wünschen wir aus München"
Liebe Berliner, ihr seht hinter euch stehen noch viele weitere Beschäftigte an den Flughäfen in Deutschland. Ihr seit die Speerspitze für alle anderen! Es ist an der Zeit, dass wir endlich verbindliche Regeln an allen Flughäfen bekommen, um hohe Qualität der Dienstleistung, existenzsichernde Gehälter, gemeinsame Qualifikationsstandards und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen zu gewährleisten können. Das wäre ja auch im Sinne der Arbeitgeber, oder?"


Auch die Tarifkommission der AHS aus Frankfurt und Hannover senden euch ihre Solidarität:
Liebe streikende Kolleginnen & Kollegen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld,
tief beeindruckt von eurer Entschlossenheit und eurem Kampfgeist schauen wir auf euer Engagement für existenzsichernde und auskömmliche Löhne und gute Arbeitsbedingungen an den Berliner Flughäfen.
An den AHS Stationen in Frankfurt und in Hannover haben wir noch gar keinen Tarifvertrag. Wer an unseren Stationen anfängt, arbeitet für den Mindestlohn in einem befristeten Vertrag ohne oftmals zu wissen, ob man am Ende des Monats sein Leben davon finanzieren kann. Das heißt große Unsicherheit und keine wirkliche Perspektive für einen Lohn, von dem es sich nicht leben lässt. Ihr wisst aus eigener Erfahrung so gut wie wir, wie verantwortungsvoll unser Job ist. Da sind die Gehaltsbedingungen, unter denen wir alle in den Bodenverkehrsdiensten arbeiten ein gesellschaftlicher und politischer Skandal!
Wir haben uns nun zusammengetan, um das auch in Frankfurt und Hannover bei AHS zu ändern. Wir haben eine gemeinsame Tarifkommission gebildet und fangen an, uns zu organisieren. Wir wollen aus dem Stadium des kollektiven Bettelns, aus der Unsicherheit und Perspektivlosigkeit in ein gemeinsames Handeln kommen und unsere Geschicke selber in die Hand nehmen. Wir wollen existenzsichernde Löhne!
Wir wissen, wie wichtig euer Einsatz auch für uns ist. Ihr kämpft für einen existenzsichernden Standard im BVD. Deshalb schauen wir auf euch. Deshalb schauen aber auch die Arbeitgeber bundesweit auf euch. Und ihr Widerstand gegen auskömmliche Löhne für uns alle ist heftig – insbesondere auch bei AHS Berlin. Das verurteilen wir scharf!
Am liebsten hätten wir gemeinsam mit allen unseren Kolleginnen und Kollegen in den Bodenverkehrsdiensten in Deutschland einen gemeinsamen Branchentarifvertrag, der uns nicht mehr gegenseitig in die Konkurrenz treibt und unsere Löhne nach unten drückt. Ihr seid in Berlin die Vorreiter, aber wir können uns nicht zurücklehnen und warten, dass ihr das schon regelt – sonst drücken unsere Arbeitsbedingungen eure nach unten. Deshalb wollen auch wir uns nun auf den Weg machen und unseren Teil dazu beitragen, indem wir auch bei uns für existenzsichernde Löhne kämpfen. Auch den Airlines muss bewusst sein, dass eine sichere und kundenorientierte Abfertigung mit den geforderten Standards zu Dumpinglöhnen nicht länger tragbar ist und gewährleistet werden kann.
Ihr in Berlin seid uns dabei ein Vorbild und Beispiel. Ihr gebt uns viel Kraft und Mut. Es ist ein harter und langer Weg, sich gegen die Macht der Big Player in der Luftfahrtbranche durchzusetzen, aber unsere Stärke ist unsere Zahl. Wenn wir viele sind, wenn wir einig sind, dann sind wir gemeinsam stark und können unsere Ziele erreichen.
Solidarische Grüße,
Eure Kolleginnen & Kollegen aus der Tarifkommission AHS FRA & HAJ

 

Wir bekommen auch von internationaler Seite Solidaritätsbotschaften, nämlich von der Konferenz der Zivilluftfahrtfachgruppe der ITF an die ver.di Mitglieder:
Liebe Schwestern und Brüder, die internationale Transpoortarbeiterförderation (ITF) und die Fachgruppe des Luftverkehrs vertritt mehr als 4, 5 Millionen Mitglieder aus 700 Gewerkschaften und 150 Ländern. Wir erklären hiermit unsere uneingeschränkte Solidarität mit den streikenden ver.di Mitgliedern an den Flughäfen Tegel und Schönefeld in ihrem Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die internationale Luftfahrtfachgruppe der ITF und ihre Fachgruppenkonferenz ist stolz darauf, ver.di zur Seite stehen zu können und mit einer Stimme zu sprechen. Wir wissen: dieser Streik wurde "unausweichlich", da die Arbeitgeber sich weigern ein angemessenes Angebot zu machen. Diese Weigerung ist nicht nur beschädigend für den sozialen Frieden im Bodenverkehrsdienst in Tegel und Schönefeld sondern auch absolut unakzeptabel. Die hohe Beteiligung der Belegschaft sowohl an der Urabstimmung als auch an den Streiks sind ein klarer Ausdruck der Unzufriedenheit der Mannschaft der Bodenverkehrsdienste an den beiden Flughäfen. Die Luftfahrtfachgruppe der ITF wird die Entwicklung weiter beobachten und, wenn gewünscht, die Solidarität durch die nationalen Gewerkschaften der ITF Familie intensivieren. Ihr seid nicht allein.

In Solidarität,
ITF Civil Aviation Section Conference

Auch das fliegende Personal meldet sich zu Wort: Solierklärung der ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine:
Liebe Streikende an den Flughäfen Tegel und Schönefeld,
Ihr, die Kollegen und Kolleginnen des Bodenverkehrsdienstes gehört zu unserem Arbeitsalltag. An allen Flughäfen. So auch in Berlin. Auch wenn wir verschiedenen Firmen angehören, arbeiten wir Hand in Hand zusammen. Wir erleben oft, dass es in Berlin nicht richtig rund läuft. Wir warten oft auf den Passagierbus, oft ist keiner zur Verfügung, weil kein Personal da ist. Oft sind die Ladegruppen zu klein, immer weniger Personal muss immer mehr Arbeit erledigen. Wir bekommen mit, wie dies bei Euch zu einer Überforderung führt. Die Unterbesetzung führt wiederum zu Verspätungen und Verzögerungen. Deshalb können auch wir immer wieder nicht pünktlich Feierabend machen . Man sieht: eigentlich sind wir direkte Kollegen und Kolleginnen. Uns trennt nur unser Arbeitsvertrag. Aber wir arbeiten am selben Produkt. Ihr fordert zu Recht einen Euro mehr die Stunde. Schon jetzt, dieses Jahr. Und nicht auf 4 Jahre, wie die Arbeitgeber anbieten. Wie sehen, dass ihr diesen Euro mehr als Wert seid! Lasst Euch nicht mit weniger abspeisen. Auch wir haben vor ein paar Monaten streiken müssen, damit wir endlich ernst genommen werden Alle Flieger stehen still, wenn Euer starker Arm es will! Eure ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine