Berlin

Flughäfen Tegel/Schönefeld: Warnstreik verleiht Tarifkommission …

Flughäfen Tegel/Schönefeld: Warnstreik verleiht Tarifkommission Rückenwind

09.02.2017 - Der 8. Februar 2017 war ein besonderer Tag. Es war der erste gemeinsame Warnstreiktag der Beschäftigten aller Unternehmen, die an den Flughäfen Tegel und Schönefeld Bodenverkehrsdienstleistungen erbringen. Die Resonanz von euch liebe Kolleginnen und Kollegen war beeindruckend und baut auf die Arbeitgeber den notwendigen Druck auf. Sie sind jetzt am Freitag in den Verhandlungen gefordert, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot für Gehaltserhöhungen vorzulegen.

Eine Schadenfreude über die Flugausfälle ist unangebracht. Denn es trifft viele Passagiere, die enorme Beeinträchtigungen hinnehmen müssen. Stolz können wir aber trotzdem sein, denn wer jetzt nicht gemerkt hat, wie wichtig wir für einen reibungslosen und vor allen sicheren Flugverkehr sind, verkennt die Situation. Die Verantwortung, die wir tragen, muss deutlich besser vergütet werden. Unsere Geschäftsführungen müssen vernünftige Abfertigungspreise gegenüber den Airlines durchsetzen. Jede Airline, die Berlin anfliegen will, muss auch dafür entsprechend zahlen. Bodenverkehrsdienstleistungen sind kein Ramschprodukte, sondern hochwertige, sicherheitsrelevante und ganzheitliche Dienstleistungen. Sie werden unter schwierigsten Herausforderungen und Bedingungen erbracht. Morgen in den Verhandlungen dürfen unsere Arbeitgeber das endlich anerkennen.

Wir möchten uns auch bei euch Bedanken, dass ihr euch bei dem Warnstreik so diszipliniert benommen habt. Ihr habt über die Provokationen einzelner frustrierter Fluggäste hinweggesehen, ihr habt euch an die Spielregeln gehalten. Das wurde sowohl von der Flughafengesellschaft als auch von den Arbeitgebern wahrgenommen. Herzlichen Dank dafür, denn es sorgt für die notwendige Akzeptanz unseres Warnstreiks!

Die Stärke von uns liegt im Zusammenhalt von allen Beschäftigten. Die haben wir heute gezeigt. Es ist völlig egal, bei welchen Unternehmen wir arbeiten. Es ist völlig egal, ob unsere Arbeitgeber konkurrieren. Wir haben alle den gleichen, verbesserungswürdigen Tarifvertrag. Es ist auch völlig unerheblich, welcher Nationalität wir angehören, was unser Glaube ist, wir haben ein gemeinsames Ziel und das vereint uns alle: Ein Tarifvertrag mit existenzsichernden Einkommen! Unser Zusammenhalt, unsere Solidarität, unsere Durchsetzungsfähigkeit! Das sind unsere Stärken. Jede und jeder Einzelne, der diese Stärken nicht unterstützt, der sorgt dafür, das wir wieder schwächer werden! Deshalb unser Apell der Tarifkommission an Euch: Lasst uns unsere Stärken weiter ausbauen! Der 8. Februar 2017 kann für die BVD Beschäftigten in die Geschichte eingehen, als der Tag, an dem alles begann. Es ist der Tag, an dem wir uns erstmalig gemeinsam gegen unsere Arbeitgeber erhoben haben und Ihnen gezeigt haben, wie wichtig und mächtig wir sind. Jeder, der uns weiter stärken will und unsere Durchsetzungsfähigkeit erhöhen möchte: Organsiert euch, werdet Mitglied bei ver.di und überzeugt eure Kolleginnen und Kollegen, die es noch nicht sind. Jede und jeder darf ver.di-Mitglied werden uns sollte es auch! Mach Mit!

Eure Flächentarifkommission BVD

http://mitgliedwerden.verdi.de