Flughäfen

Die ETF fordert den sozialen Dialog mit Aviapartner

Die ETF fordert den sozialen Dialog mit Aviapartner

20.06.2016 - Am 14. Juni 2016 protestierten Ausschussmitglieder des Bodenpersonals der Europäischen Transportarbeiter Föderation (ETF) vor dem Hauptquartier von Aviapartner, einem Anbieter für Bodenverkehrsdienstleistungen an Flughäfen in Europa. Die Führungsspitze von Aviapartner gibt mit ihrem Verhalten immer wieder Anlass für Kritik, weshalb die ETF und verbündete Gewerkschaften sich genötigt sehen auf den inzwischen untragbaren Umgang mit Beschäftigten und Gewerkschaften hinzuweisen. Denn das Management hatte die Gewerkschaften zur ökonomischen Situation des Betriebes, der Mitarbeiterstruktur oder zu betrieblichen Entscheidungen die eine subastantielle Veränderung bewirkten weder konsultiert noch informiert. Dies ist ein klarer Verstoß gegen gesetzliche EU-Richtlinien.

Robert Hengster, Vorsitzender der ETF-Kommission, kommentierte dies wie folgt: „Es ist eine Schande zu sehen, dass ein multinationaler Konzern, welcher in mehreren EU-Mitgliedstaaten operiert, absichtlich seine gesetzliche Informations- und Konsultationspflicht gegenüber seinen Beschäftigten ignoriert. Wir fordern das Unternehmen Aviapartner auf, ihren eigenen vertretenen Werten wie Teamgeist, Dialog und gegenseitigem Respekt gerecht zu werden.“

Die Situation um Aviapartner und seine Beschäftigten spitzt sich seit den letzten Monaten zusehends zu. So weigerte sich der Konzern seinen Beschäftigten, die nach den Terroranschlägen vom 22. März 2016 in Brüssel den öffentlichen Transport zu anderen belgischen und französischen Flughäfen sicherstellten, für entstandene Überstunden, Transportkosten und notwendige d.h. arbeitsbedingte Hotelübernachtungen aufzukommen.

An den Protesten beteiligten sich unter anderem Delegierte der ETF aus Belgien und der Partnerorganisationen der ACV Transcom, BTB und der CGSLB, um auf den Mangel am sozialen Dialog zwischen Aviapartner und seinen Beschäftigten aufmerksam zu machen und dabei die Firma an ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erinnern.


Der offizielle englische Pressebericht der ETF steht rechts zum Download.