Airberlin

Kein Herz für Air Berlin! Ufo schafft Tatsachen zu Lasten der …

Kein Herz für Air Berlin! Ufo schafft Tatsachen zu Lasten der Air Berliner

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am vergangenen Freitag hat der UFO e.V. mit Eurowings Fakten geschaffen, um einen Betriebsübergang AB/EW zu umgehen.

In einem Tarifvertrag haben sie die Einstellungsbedingungen für euch Airberlinerinnen und Airberliner festgeschrieben und damit die Möglichkeit für Lufthansa/Eurowings geschaffen, einen gemeinsamen, gesetzlich abgesicherten Übergang zu umgehen.

Die LH/EW Geschäftsführung hat gemeinsam mit Ufo die Voraussetzungen geschaffen, dass ihr nun mit einer Bewerbersituation ins Unternehmen wechseln sollt.

Das macht uns traurig und wütend!

Ein Betriebsübergang ist nach unserer Ansicht eine faire Lösung für die Belegschaften AB und EW! Warum ist das so?

  • Weil der Gesetzgeber diese gesetzliche Regelung (§613a BGB) geschaffen hat, um Arbeitnehmer in genau einer solchen Situation, wie eure jetzt bei Air Berlin, zu schützen. Dies ist sogar durch mehrfache Entscheidungen beim EuGH bestätigt worden.
  • Durch Wachstum auf mehr als das Doppelte der jetzigen Größe der EW würden sich für alle die Chancen und Möglichkeiten erhöhen. Z.B. bei Teilzeit und Upgradings. Es würden also keine Verschlechterungen für die jetzigen Kolleginnen und Kollegen bei Eurowings entstehen und ihr hättet den größtmöglichen Schutz.
  • Es gibt dadurch einen gemeinsamen Übergang und keine individuelle Bewerbung und Auswahl der einzelnen Kolleginnen und Kollegen.

Diese Möglichkeiten werden durch den UFO-Abschluss immer schwerer zu erreichen. Auch für die anderen Bieter-Airlines wird es dadurch noch interessanter, die gleiche Vorgehensweise der Umgehung zu forcieren.

Wir werden bei der heutigen ver.di-Tarifrunde mit EW die Vereinbarungen der UFO prüfen und gemeinsam mit der Tarifkommission die Möglichkeiten, den Schaden zu begrenzen, evaluieren.

Wir werden euch nach den Verhandlungsrunden über die Entwicklung informieren und verbleiben mit kollegialen Grüßen,

 

Robert Hengster, Volker Nüsse

Ver.di Bundesfachgruppe Luftverkehr