Busse und Bahnen

Personennahverkehr: Warnstreiks!!!

Personennahverkehr: Warnstreiks!!!

Die Arbeitgeber haben wieder kein Angebot vorgelegt, sondern die ver.di-Forderung als "viel zu hoch und in der Struktur schädlich" abgelehnt. 

Am 12./13. März 2018 fand in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern statt. Die ver.di-Forderung nach
6 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro, stieß auf den entschiedenen Widerstand der Arbeitgeber. 

Der Mindestbetrag würde zu Ausgründungen führen; es müsse die Bezahlung oberhalb des Facharbeiterniveaus angehoben werden, um Fachkräfte zu gewinnen bzw. zu halten. Diese Argumentation verkennt, dass bereits bei Tätigkeiten, für die eine abgeschlossene 3-jährige Berufsausbildung gefordert wird, Fachkräfte dringend gebraucht werden. Das gilt gerade in den Werkstätten und im Fahrdienst im Nahverkehr. Beispielsweise werden in den kommenden 12 Jahren 20.000–27.000 Bus- und Straßenbahnfahrer/-innen gesucht. Und die Belastung in den Unternehmen ist in den vergangenen Jahren in allen Bereichen gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2000 wurden 12 Prozent Personal abgebaut, zugleich hat sich in den letzten 10 Jahren die Anzahl der Fahrgäste um 11 Prozent erhöht. Durch die Einstellungspolitik der Vergangenheit beträgt der Altersdurchschnitt der Beschäftigten heute 47 Jahre. Wer zukünftig im erforderlichen Umfang Personal gewinnen will, muss etwas für die Attraktivität der Arbeitsplätze tun. Auch beim Entgelt.

Wir sind es wert!

Auch für die ver.di-Forderungen zur Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro sahen die Arbeitgeber keine Begründung. Die Ausbildungsentgelte im öffentlichen Dienst lägen bereits jetzt an der Spitze. Über die Abschaffung des Eigenanteils bei den Fahrtkosten zur auswärtigen Berufsschule wollten sie beraten. Eine Verlängerung der bisherigen Regelung zur Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung können sie sich vorstellen. Zu der Forderung nach Tarifierung der bisher nicht tariflich geregelten dualen Studiengänge hatten die Arbeitgeber weiteren internen Beratungsbedarf.

Wir sind es wert!

 

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